Fußballspiel in der Pufferzone abgesagt

Es sollte ein Spiel in der Pufferzone werden, in der gemischten Ortschaft Pile (griech. Pyla) werden, ein sportlich fairer Wettkampf im Niemandsland zwischen Nord- und Südzypern. TRNC-Staatschef Akinci hatte seine Teilnahme zugesagt. Als aber der Spielort in den Süden verlegt wurde und die VN auf Zypern verdeutlichten, sie seien nicht in der Lage unterstützend zu helfen, da sagte der Präsident seine Teilnahme ab. Erstens, so hieß es aus dem Präsidialamt, hätten die Vereinten Nationen sicherlich mehr Einsatz zeigen können um das Spiel zu retten. Zum anderen sei es in der Vergangenheit häufiger zu kulturellen Ereignissen gekommen, die die Präsidenten im jeweils anderen Land besucht hätten. Aber diesmal war kein Gegenbesuch geplant. Das Spiel war eine einmalige Angelegenheit und dass es im Niemandsland ausgetragen werden sollte, das war der zentrale Charakter der Veranstaltung. Daher zeigte sich Akinci enttäuscht. Die griechischzyprischen Behörden, so hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamts unterließen jede Form der Kooperation mit dem Norden, die irgendwo den Anschein erweckten, man erkenne Nordzypern an. So verstrich eine Chance auf ein sportliches Event in der Pufferzone, bei dem beide Seiten als gleichberechtigt hätten wahrgenommen werden können.

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Ehemaliger Premier Irsen Kücük ist tot

Nordzypern trauert um seinen ehemaligen Ministerpräsidenten Irsen Kücük. Der ehemalige UBP-Chef starb nach Angaben inseltürkischer Medien im Alter von 78 Jahren in einem Krankenhaus im Süden Zyperns. Kücük war der Neffe des ersten inseltürkischen Vizepräsidenten Dr. Fazil Kücük. Irsen Kücük selbst war anfangs in der Landwirtschaft tätig, hatte Agrarwesen studiert und war Vorsitzender einer Einrichtung vergleichbar dem deutschen Bauernverband. Vor Gründung der TRNC war er bereits politisch aktiv und als Minister des türkischen Föderativstaats von Nordzypern tätig. Kurzzeitig war Kücük aus der UBP ausgetreten und hatte seine eigene Partei, kehrte aber wieder zurück. Von 1993 an war er Abgeordneter und auch Minister seiner Partei. Zu Oppositionszeiten war Kücük Generalsekretär der UBP gewesen. 2010 übernahm er nach der Wahl von Dervis Eroglu zum Staatspräsidenten dessen Posten als Ministerpräsidenten und behielt ihn bis zu einem Misstrauensvotum 2013. Zahlreiche inseltürkischen Politiker, darunter Staatschef Mustafa Akinci, Premier Erhüman (CTP) und Parteichefs wie Serdar Denktas (DP) oder Außenminister Özersay (HP) würdigten Kücüks Verdienste für Nordzypern.

Wasserverunreinigungen in Lefke

In der Region Lefke (westliches Nordzypern) ist das Trinkwasser derzeit verunreinigt. Wie der staatliche Rundfunk BRT berichtet, sei aufgrund eines Lecks in einer Kupfermine im Süden Zyperns auch das Trinkwasser in der Region Lefke teilweise kontaminiert und könne derzeit (Stand 9.3.) nicht getrunken werden. Die Bevölkerung werde informiert, sobald das Wasser wieder bedenkenlos konsumiert werden könne.

CTP ernennt eigenen Kandidaten

Obgleich in wichtigen Fragen CTP und Präsident Mustafa Akinci oft einer Meinung sind, will die Partei von Ministerpräsident Erhüman für die 2020 anstehenden Wahlen einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den Präsidentenpalast schicken. Akinci war 2015 als Kandidat der linken TDP angetreten und gewann gegen den UBP-Bewerber Eroglu, der damals Amtsinhaber war. Mit Spannung wird erwartet, ob Präsident Mustafa Akinci noch einmal antritt.