Klinik für den Karpaz

Die Region Karpaz im Osten Nordzyperns soll ein Krankenhaus bekommen. Dies wird nun auf einem Treffen der beteiligten Ministerien beschlossen. Gesundheitsminister Sucuoglu unterzeichnete das entsprechende Protokoll. In der Nähe der Ortschaft Pamuklu soll die Klinik entstehen und damit die medizinische Versorgung der Region deutlich verbessern. Der Minister erhoffe sich so auch mehr Investitionen auf der Karpaz-Halbinsel. (Quelle: BRTK)

Keine Nachbenennung eines Sondergesandten

Nach Medienberichten im Norden Zyperns planen die Vereinten Nationen derzeit nicht, den Posten des Sondergesandten für Zypern neu zu besetzen. Nach dem Rücktritt von Espen Barth Eide aus Norwegen bleibt der Posten vakant. Damit scheinen die VN ihre derzeitigen Bemühungen zur Überwindung der Teilung vorerst einzustellen. Wohl bekanntester VN-Sondergesandter war einst Richard Holbrooke. Der US-Diplomat wurde später bekannt für sein erfolgreiches „Dayton-Abkommen“, das den Bosnien-Konflikt beendete.

VN-Sondergesandter tritt formell zurück

Nach dem Scheitern des Zypern-Gipfels in Crans Montana (Schweiz) war erwartet worden, dass der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Espen Barth Eide, seinen Posten räumt. Er hat auch bereits bei Empfängen auf der Insel seinen Ausstand gegeben. Nun ist Eide offiziell und formell von seinem Amt zurückgetreten. Er wolle sich um ein politisches Amt in seiner Heimat Norwegen bemühen und dort bei den anstehenden Wahlen kandidieren, so berichtet der inseltürkische, staatliche Rundfunk BRT.

Özgürgün: Alte VN-Parameter ungültig

Im Rahmen einer Ansprache hat der Vorsitzende der Regierungspartei UBP erklärt, dass die alten Parameter der Vereinten Nationen für die Partei keine Gültigkeit mehr hätten. Premierminister Hüseyin Özgürgün sagte bei der Gründung eines Parteibezirks Lefke (Lefke ist neuer, sechster Bezirk Nordzyperns), die alten Paramter der Vereinten Nationen seinen nun für die UBP nicht mehr Grundlage der Verhandlungen. Diese Rahmenbedingungen sahen vor, dass eine Lösung einen bi-zonalen und bi-kommunalen Ansatz haben musste. Sie gehen auf die bereits 1977 gefundenen Leitlinien zwischen dem damaligen zyperngriechischen Verhandlungsführer Erzbischof Makarios III. und seinem inseltürkischen Counterpart Rauf Denktas zurück. Özgürgün forderte eine rasche Anerkennung der politischen wie gesellschaftlichen Gleichberechtigung der beiden Teile Zyperns. Dies heiße, am Verhandlungstisch säßen fortan nur mehr die Vertreter zweier gleichberechtigter Staaten.