In eigener Sache: 20 Jahre TRNC Vertretung in München

Es war am 30. November 2001, als der damalige und heutige TRNC-Außenminister Tahsin Ertugruloglu (UBP) die Ernennungsurkunde zur Schaffung einer TRNC Vertretung in München an Uli Piller überreichte. Der damalige TRNC-Staatspräsident Rauf Denktas hatte Piller ernannt, nachdem dieser über mehrere Jahre hinweg den türkischzyprischen Standpunkt intensiv studiert hatte und sich als Student und kommunalpolitisch Interessierter immer wieder für die Anerkennung der inseltürkischen Sichtweise eingesetzt hatte. Seitdem versucht Piller, den Inseltürken in Bayern Gehör zu verschaffen, erklärt ihre Sichtweise in der Zypernfrage und übernimmt übliche Aufgaben eines Honorarkonsulats. „Dazu gehören in den vergangenen zwei Jahren vor allem die Aktualisierung der Einreisebestimmungen und die Beantwortung zu Fragen über Corona-Regeln vor Ort“, erklärte Piller anlässlich des 20. Jahrestags der Amtseinführung. Zu den Höhepunkten der Arbeit zählten sicherlich die Besuche der Außenminister Ertugruloglu und Serdar Denktas in München, sowie der Besuch des ehemaligen bayerischen Landtagsabgeordneten Peter Paul Gantzer (SPD) auf der Insel. Aber auch Empfänge anlässlich des Nationalfeiertags, die Piller zusammen mit dem ehemaligen Förderverein „Rote Taube – Kirmizi Güvercin“ organisiert hatte, waren sicherlich besondere Ereignisse. „Leider kam durch die Covid19-Pandemie vieles zum Erliegen. Ich hoffe sehr, dass wir bald wieder dort anknüpfen können, wo wir vor Corona standen“, so Piller.

Nordzypern verschärft Maßnahmen deutlich

Weil auch im Norden Zyperns die Infektionszahlen spürbar zunehmen, hat Nordzypern die Maßnahmen wieder deutlich verschärft. Die wichtigsten Punkte hier zusammengefasst: Ab Montag, 29.11. ist Deutschland in der Kategorie „orange“ (wie auch Österreich und die Schweiz). Das bedeutet, dass auch vollständig Geimpfte nur mehr mit einem negativen PCR-Test einreisen können. Dieser darf nicht älter sein als 72 Stunden (vor Einreise). Ungeimpfte müssen nach der Einreise wieder in Quarantäne. Allerdings hat Nordzypern die Regeln soweit verschärft, dass zumindest touristische Reisen für Ungeimpfte fast ausgeschlossen sind. So dürfen diese künftig z.B. nicht mehr in Innenräume von Restaurants und Cafés, Casinos und Fitnessclubs. Als ungeimpft gilt man ab 6. Dezember auch, wenn die Zweitimpfung länger als sechs Monate zurückliegt. Dies bedeutet, dass eine so genannte Booster-Impfung notwendig ist, um den Impfstatus zu erhalten. Nordzypern verbietet ferner jede private Zusammenkunft, die über Familientreffen hinausgeht. Bei Familientreffen sind maximal zehn Personen erlaubt. Eine Einreise muss weiterhin angemeldet werden.

Detaillierte Informationen in englischer Sprache – auch zu den Möglichkeiten einer Einreise über Südzypern – gibt es hier:

Unvaccinated people will not be able to enter taverns, restaurants and cafes

Am Grenzübergang wird negativer Test fällig

Wie der staatliche Rundfunk BRT mitgeteilt hat, gilt ab 22. November eine Testpflicht an der innerzyprischen Grenze. So müssen auch Geimpfte einen negativen Test vorweisen. Nach ersten Erkenntnissen darf der Test (PCR oder Antigen) nicht älter sein als sieben Tagen. Die Vorlage von Tests wird in beide Richtungen fällig. Beide zyprischen Staaten wollen in Bezug auf die Pandemie-Bekämpfung eng zusammenarbeiten, so BRT. Das Infektionsgeschehen hat auf beiden Seiten der Green Line wieder angezogen.

Nordzypern begeht Nationalfeiertag

Am 15. November 1983 rief Rauf Denktas die Türkische Republik Nordzypern aus. Lediglich Ankara erkannte den Staat bislang an. Die TRNC zählt daher zu den so genannten stabilisieren De-Facto Regimen. Den 38. Jahrestag der Gründung begeht man im Norden Zyperns mit zahlreichen Feierlichkeiten – wenngleich diese aufgrund der Corona-Pandemie auch heuer eingeschränkt stattfinden werden.