Lage nach Explosionen unter Kontrolle

Heute Nacht kam es in einem Munitionslager an der Nordküste Zyperns zu mehreren schweren Explosionen. Die genauen Hintegründe, so die Presse im Norden Zyperns, gelte es nun in Erfahrung zu bringen. Die erste Explosion habe gegen 01:30 Uhr stattgefunden. Seit rund 05:00 Uhr morgens seien keine weiteren Explosionen mehr verzeichnet worden. TRNC-Staatschef Mustafa Akinci habe den Ort des Unglücks nahe der Ortschaft Catalköy heute (Donnerstag, 12.09.) besucht und sich ein Bild von der Lage gemacht. Er besuchte unter anderem Angestellte und Touristen in der Ferienanlage „Acapulco“, die direkt neben dem Munitionsdepot liegt. Gäste, so wird berichtet, hätten aus Sicherheitsgründen die Nacht am Strand verbracht. Der Behauptung, das Resort sei komplett evakuiert worden, widersprach das Außenministerium am Morgen. Akinci sagte, sollte Hilfe benötigt werden, werde die Türkei diese anbieten. Man stehe mit den entsprechenden Stellen in Kontakt. Der Präsident sagte, man könne von Glück sprechen, dass es zu keinen Opfern kam. Vor acht Jahren war es im Süden Zypern zu einer schweren Explosion in einem Munitionslager gekommen, bei dem 15 Menschen ums Leben kamen.

Werbeanzeigen

Nordzypern auf Tourismusmesse

Der Tourismusverband Nordzypern, das Ministerium und einige Reiseveranstalter, die Nordzypern im Programm haben, waren Anfang September auf der Tourismusmesse in Düsseldorf präsent. Dabei wurde Nordzypern als Reiseland abseits des Massentourismus präsentiert. Das Ministerium Stelles eine Broschüre vor: 50 Gründe, Nordzypern zu bereisen. Im Frühjahr nimmt Nordzypern auch jährlich an der größten deutschen Tourismusbörse in Berlin (ITB) Teil.

Ulucay wünscht umfassende Lösung

TRNC-Parlamentspräsident Ulucay (CTP) sprach sich im Rahmen eines Pressestatements anlässlich des Weltfriedenstags am 1. September für eine umfassende und friedliche Lösung auf Zypern aus. Diese sei zu erreichen, wenn beide Seiten eng miteinander kooperierten. Ulucay betonte, dass die Zyperntürken mehrfach schon ihren Willen zu einer friedlichen Lösung betont hätten, wenn diese den Grundsatz der Gleichberechtigung beinhalte. Er wünsche sich in diesem Zusammenhang von der zyperngriechischen Seite, dass sie einen Schritt auf die türkische Volksgruppe zugehe und den Alleinvertretungsanspruch ablege.

Treffen der Präsidenten ohne nennenswerten Fortschritt

Vergangenen Freitag waren die beiden zyprischen Staatschefs nach längerer Pause zu einem informellen Treffen zusammengekommen. Bei dem mehrstündigen Gespräch sollte ausgelotet werden, ob eine erneute VN-Vermittlungsmission denkbar sei. TRNC-Präsident Akinci erklärte, dass es dabei aber eine feste Zeitschiene geben müsste. Er betonte nach dem Treffen ebenfalls, dass sein inselgriechischer Amtskollege Anastasiadis die Einführung einer Arbeitsgruppe zur Lösung des so genannten Erdgaskonfliktes weiterhin ablehne. Auch im Hinblick auf die Öffnung der Geisterstadt Varosha (türk. Maras) gab es keine Annäherung.