Sprecher des Präsidenten stellt VN-Mission in Frage

Sie wurde im März 1964 beschlossen, also vor nunmehr 55 Jahren: Die Friedensmission der Vereinten Nationen auf Zypern, Unficyp. Seitdem überwachen die internationale Friedenstruppe sowie das VN-Polizeikontingent den Frieden auf Zypern. Aber auch die VN konnten das Blutvergießen 1974 nicht verhindern. Nun stellt die inseltürkische Seite die VN-Friedensmission deutlich in Frage. Der Sprecher von TRNC-Staatschef Akinci nannte die Weiterführung der Mission wenig zielführend und „nicht gesund“. Auch Außenminister Özersay (HP) sagte, dass die Friedenstruppen nicht mehr länger benötigt würden. Unterdessen äußerte Präsident Mustafa Akinci die Hoffnung, dass ab Juni wieder Gespräche zwischen den beiden Seiten möglich seien.

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Erinnerungen an Staatsgründer Denktas

Mitte Januar 2012 starb nach langer Krankheit Nordzyperns einstiger Präsident und Staatsgründer Rauf Denktas. Seitdem erinnert sich das ganze Land an seiem Todestag an den „Vater der Türkischen Republik Nordzypern“. In mehreren Veranstaltungen gedachte man Denktas‘ politischem Werk. In einer Art Lesung an der Universität in Lefkosa ging Serdar Denktas, Raufs Sohn, auf die Lebensstationen ein. Die britische Journalistin Marion Steward, die auf Nordzypern lebt, würdigte Denktas als besonders volksnah. Seine politischen Widersacher im Süden der Insel nannten ihn gerne „Dickkopf“, weil Denktas im Rahmen der Verhandlungen – wie auch alle Nacchfolger – niemals auf den Status des gleichberechtigten Partners verzichten bereit war.

Außenminister in New York

TRNC-Außenminister Kudret Özersay (HP) ist zu Gesprächen nach New York gereist. Nach Angaben des Außenministeriums in Lefkosa kam er dort mit hochrangigen Vertretern der Vereinten Nationen zusammen. So traf der den für die Friedensmissionen zuständigen stellvertretenden Generalsekretär Jean Pierre Lacroix. Ziel sei es, den Standpunkt der Zyperntürken bei den Vereinten Nationen zu verdeutlichen und die inseltürkische Seite auf internationaler Bühne zu präsentieren. Zudem sei die Frage diskutiert worden, ob das Camp der VN-Friedensmission Unficyp in Gazimagusa verlegt werden könne, da es mittlerweile inmitten der Stadt liege und der städtebaulichen Entwicklung im Weg stehe.

„Frohe Weihnachten“

Die ehrenamtliche Vertretung der Türkischen Republik Nordzypern in München wünscht allen Leserinnen und Lesern der „Nordzypern Nachrichten“ ein gesegnetes, geruhsames und friedliches Weihnachtsfest 2018. Zudem wünschen wir Ihnen für das neue Jahr 2019 alles erdenklich Gute.