Malaria auf Nordzypern stellt kein flächendeckendes Problem dar

Das Auswärtige Amt in Berlin weist in seinen Reisehinweisen daraufhin, dass Ende August auf Nordzypern drei Malaria-Fälle bekannt geworden seien. Diese waren auf die Gebiete Esentepe und Girne beschränkt. Es handelte sich dabei Infektionen von Typ Malaria tertiana. Zypern gilt allgemein seit Ende der 1960er Jahre als malariafrei. Die neu aufgetretenen Fälle stellen nun eine Neuerung dar, sind aber kein flächendeckendes Problem. Eine Prophylaxe mit einem Malariamittel wie z.B. Malarone ist nicht notwendig. Auch die zunehmend abnehmenden Temperaturen lassen das Risiko zum Jahresende hin weiter sinken. Generell ist darauf zu achten, Stiche zu vermeiden. Daher sollten lange Ärmel bei Oberbekleidung und lange Hosen getragen werden. Zudem ist auch eine Mückenabwehr durch ein Anti-Mückenmittel empfehlenswert. Malaria ist aber auf Nordzypern kein generelles Problem.

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Außenminister nutzt VN-Generalversammlung

Nordzyperns Außenminister Tahsin Ertugruloglu (UBP) nutzt die Generalversammlung der Vereinten Nationen für Kontakte in New York. Der Minister wird vor Ort mit Vertretern der OIC-Staaten zusammenkommen und für den zyperntürkischen Standpunkt nach dem Scheitern der Gespräche in Crans Montana werben. Zudem sind Gespräche mit Mitgliedern von sog. „think tanks“ in Washington geplant.

Türkischzyprische Politiker empfangen maronitischen Erzbischof

TRNC-Staatspräsident Mustafa Akinci hat den maronitischen Erzbischof Joseph Soueif getroffen. Thema des Gesprächs war unter anderem die Rückkehr der zyprischen Maroniten in ihre Dörfer im Norden der Insel. Diese Rückkehr war kurz nach dem Scheitern der Verhandlungen in Genf beschlossen worden. Auch Außenminister Tahsin Ertugruloglu (UBP) kam mit dem geistlichen Oberhaupt der Maroniten zu einem Informationsaustausch zusammen. Soueif ist seit 2008 Erzbischof der Maroniten für Zypern und stammt aus dem Libanon. Insgesamt leben auf Zypern schätzungsweise rund 5.000 Maroniten.

Zeitungsbericht: Proteste gegen Kooperation zwischen Landwirten

Weil ein zyperngriechischer Geschäftsmann aus dem Südosten Zyperns mit einem inseltürkischen Farmer kooperiert und im Rahmen der so genannten „Green Line Regulations“ dessen Kartoffeln exportiert, kam es nun zu Protesten. Wie die Zeitung „Cyprus Mail“ berichtet, fanden sie vor der Fabrik des Geschäftsmannes rund 200 Demonstranten ein, die gegen die ihrer Ansicht nach „illegale“ Praxis demonstrierten, dass über die Firma im Süden Kartoffeln aus dem Norden exportiert würden. Unter den Demonstranten befanden sich auch Abgeordnete des inselgriechischen Parlaments. Einige davon sollen laut „Cyprus Mail“ Mitglieder der regierenden DISY sein. Erst die gerufene Polizei der britischen Militärbasis Dekelia konnte nach Medienberichten das Anwesen schützen. Im Rahmen der „Green Line Regulation“, die seit Öffnung der Grenze 2003 ausverhandelt und 2004 in Kraft getreten war, können Produkte aus dem Norden exportiert werden, wenn sie im Süden verschifft werden. Dies unterliegt Auflagen und ist rechtlich vollkommen klar geregelt.