Premier: Gleichberechtigung ist „rote Linie“

TRNC-Premierminister Tufan Erhüman (CTP) machte deutlich, dass es nicht darauf ankomme, ob ein geeintes Zypern eines starke oder schwache Zentralregierung habe. Wichtig, so zitiert der Mitteilungsdienst des inseltürkischen Außenministeriums den Ministerpräsidenten, sei die politische Gleichberechtigung beider Partner. Diese sei eine „rote Linie“ für die Zyperntürken. Nur eine dauerhafte und stabile Lösung auf der Basis von Gleichberechtigung schaffe auch den Rahmen für wirtschaftliche Stabilität, so Erhüman. Der Premier forderte den inselgriechischen Präsidenten Anastasiadis auf, seiner Volksgruppe auch klar zu machen, dass an der politischen Gleichberechtigung für die Zyperntürken kein Weg vorbeiführe. Bereits die Verträge von London und Zürich aus den Jahren 1959 und 60, die die Grundlage der Verfassung der Republik Zypern bildeten, wird von der politischen und gesellschaftlichen Gleichberechtigung der beiden Volksgruppen ausgegangen. Seit der Anerkennung der Republik Zypern als Alleinrepräsentantin der gesamten Insel ist dieses Recht im Grunde ausgesetzt.

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Treffen beider Präsidenten möglich

Laut Berichten des inseltürkischen staatlichen Rundfunks BRT sehe der inselgriechische Staatspräsident Anastasiadis die Möglichkeit, dass noch im Oktober ein Zusammentreffen mit seinem inseltürkischen Konterpart Akinci stattfinden könne. Das Treffen diene dazu im Nachgang zu den jeweiligen Gesprächen mit ranghohen Vertretern der Vereinten Nationen – unter anderem mit dem Generalsekretär und der Sondergesandten für Zypern – Standpunkte auszutauschen.

Außenminister bittet VN um Rückbau eines Truppen-Camps

Der türkischzyprische Außenminister Kudrez Özersay (HP) hat nach Berichten des staatlichen Rundfunks BRT bei den Vereinten Nationen um den Abbau eines Militär-Camps in der Stadt Famagusta (Gazimagusa) gebeten. Das Lager der VN-Friedenstruppe Unficyp liegt inmitten der Stadt in der Nähe der Universität der Stadt. Die Anfrage durch die Regierung der Zyperntürken wurde am Rande der VN-Vollversammlung in New York überbracht. Hintergrund der Bitte sei, so zitiert BRT Minister Özersay, dass das Lager in einem Wohngebiet liege. Und zusätzlicher Wohnraum sei in der wachsenden Stadt dringend notwendig.

TRNC-Staatschef trifft mit deutschem Außenminister zusammen

TRNC-Präsident Mustafa Akinci ist im Rahmen seiner New-York-Reise zu den Vereinten Nationen mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas (SPD) zusammengekommen. Der inseltürkische Präsident betonte, dass Deutschland innerhalb der EU eine wichtige Rolle spiele und als künftiges Mitglied des Weltsicherheitsrats auch mehr Einfluss haben werde. Er stellte dem deutschen Außenminister die türkischzyprische Sichtweise im Zypernkonflikt vor.