Präsident und Außenminister verurteilen Anschlag

TRNC-Staatspräsident Mustafa Ankinci hat den Anschlag auf eine Konzertveranstaltung in Manchester verurteilt. Der Präsident sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten rasche Genesung. Auch TRNC-Außenminister Tahsin Ertugruloglu (UBP) äußerte sich bestürzt über das Attentat von Manchester, dem 22 Menschen zum Opfer fielen. Dies, so der Minister, sei ein Angriff auf die Werte aller Menschen. Die Zyperntürken fühlten mit den Briten, so der Minister in seinem Schreiben an den britischen Außenminister Boris Johnson. Auf Nordzypern leben zahlreiche Briten und in Großbritannien gibt es eine große inseltürkische Gemeinde, sodass die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der ehemaligen Kolonie noch immer sehr eng sind.

TUI-Tagesausflug sorgt für Unmut

Der Kreuzfahrt-Veranstalter TUI Cruises läuft mit seinen Schiffen „Mein Schiff“ auch den Hafen Limassol im Süden der Insel Zypern an. Dort bietet der Veranstalter den Gästen zahlreiche Landgänge an. Zwei dieser Landgänge führen über die innerzyprische Grenze nach Nordzypern. Einen dieser Ausflüge nennt TUI dabei „Vielfalt Nordzyperns“, den anderen hingegenen „Die türkisch besetzte Seite“. Dies sorgte nun für viel Unmut in Nordzypern, da auch der Bus, der die Reisegäste transportiert dieses Schild offen sichtbar trägt. In den Medien wurde der Titel des Landgangs scharf kritisiert und in den sozialen Netzwerken gefordert, einen Bus mit einer derart provokativen Aufschrift nicht in den Norden einreisen zu lassen. TRNC-Repräsentant Uli Piller wandte sich mit der Bitte an TUI den Namen für den Landgang zu ändern, da dieser für die Zyperntürken sehr provozierend wirke. Eine Antwort steht noch aus. Auch auf Facebook wandten sich Interessierte an den Veranstalter und versuchten, eine Änderung des Namens herbeizuführen.

Nachtrag: Nach Angaben des TUI Konzerns auf ihrem Auftritt auf „Facebook“ will das Unternehmen seinen lokalen Partner vor Ort bitten, die Landausflüge fortan anders zu betiteln.

Außenminister: Sind keine türkische Minderheit auf einer griechischen Insel

In einer Rede vor der inseltürkischen Nationalversammlung betonte TRNC-Außenminister Tahsin Ertugruloglu (UBP), dass die türkischen Zyprer keine Minderheit auf einer „hellenistischen Insel“ seien. Derzeit sei es in den Verhandlungen so, dass der griechische Süden keine Lösung brauche, weil man dort als anerkannte Regierung Gesamtzyperns alle Vorteile genieße. „Warum sollte man diese mit den Zyperntürken teilen wollen“, fragte Ertugruloglu in seiner Rede. Der Minister betonte, dass im beginnenden zyperngriechischen Präsidentschaftswahlkampf kein Kandidat große Unterstützung finden werde, der sich zu nachgiebig zeige. Ertugruloglu unterstrich, dass die Inseltürken eine friedvolles Volk seien, das nach einer langfristigen Lösung suche, ohne dabei die einst bereits verbrieften Rechte zu verlieren.

Nach Treffen: Akinci fordert eine Entscheidung

Nach einem erneuten Zusammentreffen zwischen den beiden zyprischen Staatschefs Akinci und Anastasiadis hat das inseltürkische Staatsoberhaupt nach übereinstimmenden Berichten der Presse im Norden Zyperns eine Entscheidung getroffen. Es sei nun an der Zeit, so wird Akinci zitiert, sich zu entscheiden, ob man zu einer gemeinsamen Lösung komme, die den beiden Bevölkerungsgruppen zur Abstimmung vorgelegt werden könne oder nicht. Akinci selbst habe an rund 60 Treffen der Verhandlungsführern teilgenommen, dabei sei viel Einigung erzielt worden. Nun aber müsse man zu dem Punkt kommen, wo man entscheide, ob eine allgemeine Übereinkunft erzielt werden könne. Die konservative Regierung Nordzyperns sieht derzeit keinen Anhaltspunkt für ein Übereinkommen. Immer wieder haben Premier Özgürgün, Finanzminister Denktas oder Außenminister Ertugruloglu ihre Opposition zu Akinci deutlich gemacht. Erst vergangene Woche war es nach einem kleinen Zwischenfall auf hoher See zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Präsident und Regierung gekommen.