Stromversorgung übers Meer

Wie schon Wasser aus der Türkei unterirdisch nach Nordzypern geleitet wird, soll in Zukunft auch Strom vom Festland aus geliefert werden. Dies berichtet der Informationsdienst des Außenministeriums in Lefkosa. Wie Energieminister Atun (UBP) bekanntgab, seien die Vorarbeiten weitgehend abgeschlossen. Nordzypern produziert seinen Strom mit einem Ölkraftwerk an der Nordküste bei Alagadi. Durch die neue Quelle vom türkischen Festland sei man auch in der Lage, gegebenenfalls Strom in den Süden Zyperns zu liefern. Dort kommt es vor allem in der Hochsaison immer wieder zu Engpässen.

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Akinci schreibt an OIC

TRNC-Staatspräsident Mustafa Akinci hat an die Organisation der Islamischen Konferenz OIC geschrieben und um Unterstützung gebeten. Die TRNC genießt in dieser islamischen Organisation Beobachterstatus unter dem Namen „Türkischzyprischer Staat“. Akinci bat die islamische Staatengemeinschaft nach dem Scheitern der Verhandlungen zu helfen, dass die internationalen Embargos gegen Nordzypern fallen könnten. Akinci nahm dabei auch  Bezug auf das Referendum aus dem Jahr 2004. Damals stimmte eine Mehrheit der Zyperntürken für und 76 Prozent der Zyperngriechen gegen den Vereinigungsplan der Vereinten Nationen („Annan-Plan“). Bereits damals war den Inseltürken der Fall der Isolation in Aussicht gestellt worden.

Klinik für den Karpaz

Die Region Karpaz im Osten Nordzyperns soll ein Krankenhaus bekommen. Dies wird nun auf einem Treffen der beteiligten Ministerien beschlossen. Gesundheitsminister Sucuoglu unterzeichnete das entsprechende Protokoll. In der Nähe der Ortschaft Pamuklu soll die Klinik entstehen und damit die medizinische Versorgung der Region deutlich verbessern. Der Minister erhoffe sich so auch mehr Investitionen auf der Karpaz-Halbinsel. (Quelle: BRTK)

Keine Nachbenennung eines Sondergesandten

Nach Medienberichten im Norden Zyperns planen die Vereinten Nationen derzeit nicht, den Posten des Sondergesandten für Zypern neu zu besetzen. Nach dem Rücktritt von Espen Barth Eide aus Norwegen bleibt der Posten vakant. Damit scheinen die VN ihre derzeitigen Bemühungen zur Überwindung der Teilung vorerst einzustellen. Wohl bekanntester VN-Sondergesandter war einst Richard Holbrooke. Der US-Diplomat wurde später bekannt für sein erfolgreiches „Dayton-Abkommen“, das den Bosnien-Konflikt beendete.