Zyperngespräche vertagt

Die 5+1-Gespräche in Genf wurden ergebnislos beendet. Es habe, so VN-Generalsekretär Antonio Guterres, keine gemeinsame Basis für neue Verhandlungen gegeben. Während Nordzypern die Jahrzehnte langen Verhandlungen über eine Föderation für beendet erklärt hat und eine Zwei-Staaten-Lösung anstrebt, fordert der griechische Süden weiterhin diese Lösung mit einer starken Zentralregierung. Diese Lösung war in den vergangenen Dekaden gescheitert, weil Südzypern nicht bereit war, die Macht auf Basis von Gleichberechtigung zu teilen. Diese Gleichberechtigung aber war 1959/60 in der Verfassung der Republik Zypern festgeschrieben worden. Trotz des Scheiterns der Gespräche in dieser Woche, soll Guterres ein erneutes Treffen anberaumen. Die „Tagesschau“ nennt dazu einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten.