Wissenschaftler an Einreise gehindert

Ein japanischer Wissenschaftler, der an einer Tagung der „Eastern Mediterranean University“ (EMU) in Nikosia teilnehmen wollte, wurde von den Behörden Südzyperns an der Einreise gehindert. Obwohl der Akademiker eigentlich ohne Visum nach Zypern einreisen dürfte, hätten ihm die Behörden am Flughafen Larnaka die Einreise verweigert. Er sei nach dem Grund der Reise gefragt worden. Darauf, so berichtet das Außenministerium im Norden Zyperns, habe er von der Tagung im Norden gesprochen. Nach mehreren Verhören habe man ihn nicht einreisen lassen und ihm erklärt, dass ein Grenzübertritt in den Norden illegal sei. Der Wissenschaftler wurde nach Dubai zurückgeschickt. Von dort aus reiste er dann aber doch zu der Tagung nach Nordzypern. Im Norden führte das Verhalten der Behörden im Süden Zyperns zu scharfen Protesten. Der stellvertretende Parlamentspräsident Zorlu Töre (UBP) sagte im Zusammenhang mit dem Vorfall, eine Föderation mit den Inselgriechen sei im Grunde nichts weiter als ein Traum (Quelle: BRT). Auch Außenminister Özersay (HP) äußerte sich in einem schriftlichen Statement. Er sagte, derartige Embargos gegen die Wissenschaft trügen sicherlich nicht dazu bei, Vertrauen zwischen beiden Seiten aufzubauen.

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