Akinci und Erhüman sprechen über Zypernfrage

Die inseltürkische Staatsspitze ist zu einem Gespräch über die Zypernfrage zusammengekommen. In einem Briefing haben, so das Außenministerium in seiner Pressemitteilung, TRNC-Staatspräsident Akinci und Premierminister Erhüman (CTP) über die Zypernfrage und die Wiederaufnahme von Gesprächen mit dem Inselsüden gesprochen. Akinci will Ende des Monats mit seinem zyperngriechischen Amtskollegen Anastasiadis zusammentreffen um auszuloten, ob die Wiederaufnahme von Verhandlungen denkbar ist. Auf Nordzypern fordern viele, dass die Zweistaatenlösung nun enger in Betracht gezogen wird, da alle Verhandlungen gescheitert seien. Vor allem die oppositionelle, aber stärkste Fraktion, die UBP, ruft nach dieser Lösung. Der Präsident der Inselgriechen habe, so berichtet das TRNC-Außenministerium, immer wieder erklärt, dass das Hindernis bei einer Föderallösung der Ruf der Zyperntürken nach Gleichberechtigung sei. Diese aber ist unverrückbar rote Linie der Zyperntürken. Im Vertrag von Zürich und London und in der Verfassung der Republik Zypern aus dem Jahre 1960 war den Zyperntürken die Rolle des gleichberechtigten zweiten Staatsvolks zugestanden worden. Diese werden nicht hinter diese garantierten Rechts zurückfallen.

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