Kandidatur sorgt für Wirbel

Der um eine Annäherung der beiden Seiten bemühte Wissenschaftler Kiziyürek, der auf Zypern große Bekanntheit genießt, hat sich entschieden, bei den Europawahlen für die inselgriechische AKEL anzutreten. Diese Kandidatur hat im Parlament Nordzyperns eine heftige Debatte ausgelöst. So sagte etwa der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Özyigiz, dass man die Kandidatur des Inseltürken respektiere, aber klar sei, dass dieser nicht die Zyperntürken im EU-Parlament vertrete. Deutlicher wurde UBP-Chef Tatar. Erneut, so der Oppositionspolitiker, werde hier ein Spiel mit den Zyperntürken gespielt. Premier Erhüman (CTP) sagte, man müsste die Kandidatur Kizilyüreks gar nicht erst debattieren, da es offensichtlich sei, dass die Zyperntürken im EU-Parlament erst dann vertreten seien, wenn sie ihre Vertreter auch selbst wählen könnten. TRNC-Repräsentant Uli Piller kommentierte: „Sollte die Kandidatur eines Zyperntürken auf der Liste einer inselgriechischen Partei, wählbar nur durch Zyperngriechen, dazu missbraucht werden, Augenwischerei zu betreien, um die Öffentlichkeit Glauben zu machen, dass man dafür sorge, dass Inseltürken nun im EU-Parlament ihre Stimme haben könnten, so dient dies lediglich der Propaganda. Eine wirkliche Vertretung zyperntürkischer Interessen stellt diese Kandidatur nicht dar, auch wenn sie als Schritt zur Verständigung dienen könnte.“

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