Außenminister von Frankreich und den Niederlanden treffen keine zyperntürkischen Vertreter

Nach Berichten zyperntürkischer Medien hat es zu größerer Verärgerung bei der zyperntürkischen Regierung geführt, dass die Außenminister Frankreichs und der Niederlande – die in der vergangenen Woche nach einander Zypern besucht hatten – keine inseltürkischen Vertreter aufgesucht hatten. Die griechischzyprische Seite, so die Berichte im Norden, drängten ausländische Staatsgäste oft dazu, keine Besuche im Norden abzustatten. Der Norden gilt im Inselsüden als „von der Türkei okkupiertes Gebiet der Republik Zypern“. Die Behörden im Süden geben vor, dass ein Zusammenkommen mit politischen Vertretern im Norden, im Süden als Affront betrachtet würde. Sie bezeichnen sowohl die Wahlen zum Parlament als auch die politischen Ämter im Norden als „illegal“ oder „selbst ernannt“. Oftmals widersetzen sich politische Vertreter anderer Staaten diesem Wunsch und treffen dennoch mit den politischen Amtsträgern im Norden zusammen – allen voran dem Staatspräsidenten. Diesmal aber war das Ansinnen erfolgreich und die beiden Außenminister brüskierten die Politiker in Nordzypern. TRNC-Repräsentant Piller sagte in diesem Zusammenhang: „Es ist schwierig für den Norden, Vertrauen in die Institutionen der EU zu gewinnen, wenn hochrangige Vertreter von EU-Staaten den Norden ignorieren und den demokratisch gewählten Repräsentanten der Zyperntürken keine Chance geben, ihre Sicht auf die Zypernfrage zu erklären.“

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