Özgürgün mit Regierungsbildung beauftragt

Gemäß den demokratischen Gepflogenheiten in Nordzypern hat Staatspräsident Mustafa Akinci den Vorsitzenden der größten im Parlament vertretenen Fraktion, UBP-Chef Hüseyin Özgürgün, mit der Bildung einer Regierung beauftragt. Unterdessen trafen aber Vertreter der anderen Parteien bereits mehrfach zusammen, um sich auf eine Viererkoalition aus CTP, HP, TDP und DP zu einigen. DP-Chef Serdar Denktas zeigte sich allerdings auch für Gespräche mit der konservativen UBP offen. Der geschäftsführende Ministerpräsident Özgürgün sagte, das Land brauche eine stabile Regierung. Ein Viererbündnis sehe seine Partei als wenig stabil. Im staatlichen Rundfunk wird Özgürgün mit den Worten zitiert: „Sie (die anderen Parteien; Anm.) haben uns zu einem Kaffee eingeladen. Was wir aber brauchen sind ernsthafte Gespräche über eine Regierung“. Özgürgün sagte, eine Regierung ohne Beteilugung der UBP sei gegen den Willen des Wählers. Die UBP verfügt über 21 der 50 Sitze im Parlament. Sie selbst hatte aber in der laufenden Legislatur eine große Koalition mit der CTP (die damals die meisten Sitze hatte und den Premier stellte) aufgekündigt und mit der DP eine Minderheitenregierung gebildet. Sollte es Özgürgün nicht gelingen innerhalb von 15 Tagen eine mehrheitsfähige Regierung zu bilden, muss er den Auftrag zurückgeben.

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