Außenminister Ertugruloglu reagiert auf Kritik des Präsidenten

Nun hat TRNC-Außenminister Tahsin Ertugruloglu (UBP) auf die Kritik durch das Präsidialamt reagiert. Auslöser waren die Zollgebühren, die die Regierung Nordzyperns auf so deklarierte Hilfslieferungen an Zyperngriechen auf dem Karpaz verlangt. Diese Hilfslieferungen, so der Minister würden seit Jahren zu Propagandazwecken missbraucht. Im Süden werden die Zyperngriechen auf dem Karpaz „the enclaved“ genannt um den Eindruck einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit entstehen zu lassen. Dies, so Ertugruloglu, sei aber ebenso wenig der Fall wie die Tatsache, dass diese Bewohner „humanitäre Hilfslieferungen“ durch die VN benötigten. Vielmehr würden die Güter des täglichen Bedarfs im Norden an weiterveräußert. Präsident Akinci nannte die Einführung von Zollgebühren ungeschickt und sagte, diese würden am Ende zu einer Art Eigentor für den Norden. Minister Ertugruloglu sagte, die Regierung habe dieses Vorgehen seit langer Zeit im Blick gehabt und erst dann reagiert als die Gespräche in der Schweiz endgültig gescheitert waren. Zuvor habe man um eine konstruktive Lösung nicht zu gefährden, nicht gehandelt. Außerdem sei der Entschluss der Regierung vor dem Inkrafttreten dem Präsidialamt bereits bekannt gewesen.

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