Ex-Außenminister Straw: Anerkennung als Lösung akzeptieren

In einem Gastbeitrag einer großen britischen Zeitung hat der ehemalige britische Außenminister Jack Straw die Anerkennung Nordzyperns als Lösung der Zypernfrage ins Spiel gebracht. Er erklärte, dass die historische Entwicklung diesen Schritt nun denkbar mache. Auch wenn man betone, dass Ankara 1974 den Norden Zyperns im Rahmen einer „Invasion“ eingenommen habe, so sei es doch nachvollziehbar, dass Ankara damals militärisch handeln musste. Auch bekräftigte Straw, dass das Referendum über den Annan-Plan letztlich zu einem großen Problem geführt habe. Er nannte es einen großen Fehler, dass Gesamtzypern nur kurz nach dem Referendum in die EU aufgenommen wurde, de facto aber nur der Süden EU-Mitglied ist. Es habe 2004 keine Anreize für die Inselgriechen gegeben, mit „Ja“ zu stimmen. Als Reaktion auf den Zeitungsbeitrag Straws sagte TRNC-Finanzminister und DP-Chef Serdar Denktas: Die Inseltürken wären eben keine politische Minderheit auf der Insel und der Beitrag des ehemaligen UK-Außenministers mache ihn „froh“.

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