Kinderfest wird zum Politikum

Das jährlich am 23. April stattfindende Kinderfest in der Türkei, das auch auf Nordzypern gefeiert wird, wurde heuer zum Politikum. Das Fest hatte einst der türkische Republiksgründer Kemal Atatürk ins Leben gerufen. An den Feierlichkeiten auf Nordzypern sollten dieses Jahr auch Kindergruppen aus Serbien und Russland teilnehmen. Diese reisten über den Flughafen Larnaka im Süden Zyperns an. Dort hielt man sie auf und wies daraufhin, dass Nordzypern ein „besetzter Teil der Republik“ sei, dass die Einladung zu dem Fest von einer „illegalen Regierung“ erfolgt sei und die Republik im Süden „im Norden keinen diplomatischen Schutz“ gewähren konnte. In den Medien Nordzyperns hieß es, man habe vom Süden aus die Kindergruppen daran gehindert, in den Norden zu fahren. In den Medien Südzyperns wird behauptet, man habe dies nicht getan. Letztendlich reisten die Gruppen nicht nach Nordzypern. Präsident Akinci sprach von einer erneuten Vertrauenskrise. Die Regierung zeigte sich ebenfalls entsetzt, dass man Kindern, die an einem friedlichen Fest teilnehmen wollte, politisch motiviert Steine in den Weg werfe. Die Gespräche unter diesen Umständen aufleben zu lassen, erweise sich als zunehmend schwieriger, hieß es aus dem TRNC-Präsidialamt.

%d Bloggern gefällt das: