Premier stellt sich gegen Präsident

TRNC-Staatspräsident Akinci hatte bei der Genfer Zypern-Konferenz eine Landkarte vorgestellt, die Verschiebungen hinsichtlich des Territoriums Nordzyperns bedeutet hätten. Die Regierung Nordzyperns (UBP und DP) hatten im Vorfeld auf die Abmachung gedrungen, dass die Diskussion einer Landkarte der allerletzte zu besprechende Schritt sein müsste. Daher zeigte sich die Regierung nun verärgert über den Schritt des Staatschefs. Premierminister Özgürgün (UBP) betonte, dass der Präsident der Verhandlungsführer sei und man ihm auch keine Hindernisse in den Weg legen wolle, man aber erwarte, dass Akinci die Ansichten der Regierung berücksichtige. Man habe sich in Genf zu wenig eingebunden gefühlt. Die Regierung war an den direkten Verhandlungen in der Schweiz nicht beteiligt, aber durch Premierminister und Vizepremier sowie dem Außenminister anwesend. Özgürgün forderte nun, dass man das Verhandeln ohne Zeitlimit einstellen solle und für Nordzypern nach alternativen Lösungen suchen musste. Auf Nordzypern wurde zudem kritisiert, dass der griechische Außenminister das Zypernproblem als eine Besatzung des Nordens der Republik Zypern durch Ankaras Truppen bezeichnete. Der Minister leugne so den wesentlichen Hergang der Zypernfrage.

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