Gedenken an Militärintervention

Am 20. Juli 1974 landete die türkische Armee an der Nordküste Zyperns in der Nähe des Ortes Karaoglanoglu. Dies leitete die Militäroperation Attila ein, die am Ende zur geographischen Zweiteilung der Insel führte. Auslöser war der Staatsstreich gegen den inselgriechischen Präsidenten Makarios III. initiiert von der griechischen Junta in Athen. Makarios konnte fliehen, aber auf Zypern wurde ein Putschistenpräsident installiert, dessen politisches Hauptziel der Anschluss Zyperns an Griechenland und vermutlich die Vertreibung der Türken von der Insel war. Daraufhin nutzte die Türkei die Garantieverträge von Zürich und London aus dem Jahre 1959 und setzte ihre Armee in Gang. Heute wird dieser Tag im Süden als Beginn der Zypernkrise begangen. Man spricht dort auch von einer Invasion und der Okkupation Nordzyperns durch die türkische Armee. In der TRNC hingegen nehmen die meisten die Erinnerung zum Anlass an das Ende von Angst und Blutvergießen zu erinnern. Zu den diesjährigen Feierlichkeiten reiste auch der türkische Staatschef Erdogan an.

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