CTP unterstützt Akinci

Nach dem ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag bereitet sich der Norden Zyperns nun auf die Stichwahl vor. Amtsinhaber Dervis Eroglu wird von der Nationalen Einheitspartei UBP und der liberal-konservativen Demokratischen Partei DP unterstützt. Er dankte allen Wählerinnen und Wählern und bat für die Stichwahl um Vertrauen. Eroglu betonte, er habe die nötige Erfahrung um die Verhandlungen mit der griechischen Seite positiv gestalten zu können. Für die regierenden Sozialdemokraten von Premierminister Yorgancioglu war das verhältnismäßig schlechte Abschneiden von Parlamentspräsidentin Sibel Siber überraschend. Die CTP hatte sich ausgerechnet, dass Siber selbst den Amtsinhaber in die Stichwahl zwingen könnte. Siber aber erzielte fast 5.000 Stimmen weniger als der ebenfalls dem linksliberalen Spektrum zuzuordnende Mustafa Akinci, der 29.000 Stimmen erhielt. Überraschend dürfte für viele auch das gute Abschneiden von Kudret Özersay gewesen sein, dem lediglich weniger als 1.400 Stimmen für den dritten Rang fehlten. Özersay war inseltürkischer Unterhändler unter den Präsidenten Talat und Eroglu. Der Amtsinhaber ersetzt ihn aber durch Ergün Olgun als Özersay seine Amibitionen kundtat, selbst für das Amt des Staatsoberhauptes kandidieren zu wollen. Für die Stichwahl von Bedeutung sein dürfte das Wahlverhalten der Özersay-Wähler. Nachdem bei einem Treffen des Vorstands der CTP beschlossen wurde, dass die Sozialdemokraten im zweiten Wahlgang aktiv den ehemaligen Bürgermeister von Lefkosa, Akinci, unterstützen werden, muss Eroglu auf Özersay-Anhänger und Nichtwähler hoffen. Die unabhängigen Bewerber Ulas, Onurer und Kirdag kamen zusammen auf nicht einmal 1,5 Prozent der Stimmen, sodass ihre Wahlempfehlung wenig Ausschlag geben dürfte. Die Wahlbeteiligung lag bei 62 Prozent.

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