Außenminister Nami zur Zypernfrage

TRNC-Außenminister Özdil Nami (CTP) hat Stellung zur Zypernfrage genommen. Er betonte laut Angaben des inseltürkischen staatlichen Rundfunks BRT die Notwendigkeit der Wiederaufnahme der Zyperngespräche. Beide Seiten bräuchten eine föderale Lösung der Zypernfrage, so der Minister. Zwar habe die griechischzyprische Seite die Verhandlungen eine lange Zeit blockiert, es sei nun aber erfreulich zu sehen, dass auch im griechischen Süden wieder über den Prozess gesprochen werde, zitiert BRT Minister Nami. Er betonte aber auch, dass die Veröffentlichung des Verhandlungskapitels, das als erstes auf der Agenda stehen solle, gegen den „Geist der bisherigen Gespräche“ stünde. Da dieses Verhandlungskapitel besonders sensibel sei und die Menschen besonders direkt betreffe, sei es unwahrscheinlich, dass man mit diesem Kapitel die Verhandlungen wieder aufnehmen könne. „Es liegt ein langer Weg vor uns, bevor wir über Gebietsansprüche und Landkarten sprechen können“, so Nami zu BRT. Man kenne zwar die besondere Sensibilität mit der die inselgriechische Seite vor allem diesen Aspekt betrachte, dies aber führe nicht dazu, dass die türkische Seite diese Sensibilität teilen könne. Außenminister Özdil Nami unterstrich, dass die vor Zypern vermuteten Erdgasreserven allen Zyprern gehörten und nicht durch eine Seite allein gefördert werden könnten. Er hoffe, dass die Frage der Exploration dieser Vorräte den Verhandlungsprozess beschleunigen helfe. (BRT)

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