US-Abgeordnete fordern Ban Ki Moon zur Zypern-Initiative auf

Wie Medien im türkischen Nordzypern berichten, haben der demokratische Abgeordnete Steve Cohen sowie sein republikanischer Kollege Ed Whitfield einen Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen geschrieben. Darin fordern die beiden US-amerikanischen Abgeordneten den obersten VN-Diplomaten auf, eine erneute Zypern-Initiative zu ergreifen. Sie fordern die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen Nord- und Südzypern mit dem Ziel der Schaffung einer bi-zonalen und bi-kommunalen Föderation. Dieses Minimalziel war bereits in den so genannten „Makarios-Denktas-Leitlinien“ 1977 festgeschrieben worden. Bislang scheiterten die Zyperngespräche grundsätzlich. Die Zyperngriechen betonen dies läge an der mangelnden Kompromissbereitschaft der politischen Führungen im Norden sowie Ankaras. Im türkischen Norden hingegen besteht man darauf, dass der Alleinvertretungsanspruch der Inselgriechen nicht anerkannt werden könne, wurde 1960 doch eine Partnerschaftsrepublik eingerichtet, die beiden Volksgruppen gleiche Rechte einräumte. Die US-Abgeordneten Cohen und Whitfield betonten, dass die wirtschaftliche Krise im Süden der Insel eine Einigung dringend erforderlich machten. Der staatliche Rundfunk in Nordzypern, BRT, vermeldet weiter, dass eine Einigung auch der Stabilität im östlichen Mittelmeerraum dienen werde. Das Schreiben an den VN-Generalsekretär wurde ebenfalls den Präsidenten der beiden zyprischen Staaten sowie politischen Verantwortlichen in Ankara, Athen und Brüssel zugeleitet.

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