Zyperngriechischer Präsident kandidiert nicht mehr

Er ist der erste Zyperngrieche im Präsidentenamt, der nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren wird. Dies berichtet „Welt-Online“ am 15. Mai. Dem Postkommunisten Dimitrios Christophias war es bei seinem Amtsantritt 2008 zugetraut worden, die Zypernfrage zu lösen und mit der türkischzyprischen Regierung zu einer Lösung zu kommen. Allerdings sah sich der Zyperngrieche massivem innenpolitischen Druck ausgesetzt. Sein persönlich gutes Verhältnis zum zweiten Staatsoberhaupt der Inseltürken, Mehmet Ali Talat, hatte mit dazu beigetragen, dass die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Zypernfrage so hoch waren. Aber auch Christophias beanspruchte uneingeschränkt den Titel „Regierung von Zypern“ für seine Volksgruppe. Auch er konnte sich nicht lösen von der Sichtweise, Zypern sei geteilt, weil es 1974 von türkischen Militärs „überfallen“ worden war. Und auch unter ihm wurden die Handelsembargos gegen den Inselnorden nicht gelockert. Zudem wurde Christophias mit zur Verantwortung gezogen, als im Sommer 2011 im Süden ein Waffendepot explodierte. Diese Katastrophe beeinträchtigte gar die Stromversorgerung des inselgriechischen Teils. Der Norden sprang ein und lieferte Energie in die Republik Zypern.
Christophias ist noch bis 2013 im Amt. Er kandidierte 2008 für die postkommunistische AKEL-Partei, die 2004 den Annan-Friedensplan ebenso ablehnte wie die gemäßigt Rechte.

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